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Information
| Info Gesundheit | Der verkaufte Patient - Renate Hartwig - 15.06.08 | Patientenbrief |


Gesundheitspolitik

Ärzte der Region Augsburg informieren

Im Jahr 2009 stehen für uns alle, Patienten und Ärzte, einschneidende Veränderungen an. 

Alle Krankenkassen – mit Ausnahme der AOK Bayern – verwehren uns Ärzten eine angemessene Bezahlung. Viele unserer Leistungen müssen wir inzwischen umsonst erbringen. Darunter fällt der Großteil der Laborleistungen (Blutuntersuchungen), oftmals zahlen wir sogar drauf. Routine-Hausbesuche bei unseren alten immobilen oder schwerkranken Patienten werden nicht mehr bezahlt, dringend angeforderte Hausbesuche werden kaum kostendeckend honoriert. 

Unter diesen Umständen ist das Überleben Ihrer Hausarztpraxis sehr gefährdet. Ein Sterben der Hausarztpraxen trifft bei uns auf dem Land besonders alte, nicht mobile, schwer kranke und bettlägerige Patienten. Ebenso chronisch Kranke und junge Familien mit Kindern. Auch die Arbeitsplätze unserer hochqualifizierten Helferinnen sind in Gefahr. 

Nur die AOK-Bayern hat bisher mit uns Hausärzten einen Hausarztvertrag abgeschlossen, alle anderen Krankenkassen haben sich bisher geweigert.

Durch diese Verweigerung der Krankenkassen mit den Hausärzten einen Vertrag abzuschließen, der durch verbesserte Bedingungen das Überleben der Hausarztpraxen sichert, sind wir möglicherweise gezwungen alle nicht im AOK Hausarztvertrag eingeschriebenen Patienten nur noch mit Einschränkungen zu behandeln.  

Bei einem zu erwartenden  Honorarverlust von ca. 30% können die nicht AOK Bayern Versicherten kaum gleich bleibende Leistung erwarten. 

Es steht jedem gesetzlich versicherten Bürger frei, im Rahmen der neuen Gesetzgebung, kurzfristig, unkompliziert und zu gleichen Bedingungen die Krankenkasse zu wechseln. 

Wir Ärzte wollen Sie weiter gut versorgen, den gesundheitspolitischen Ver(w)irrungen zum Trotz.  

Wir bedanken uns bei unseren Patienten für das bisher entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung.  

Ihre Hausärzte, Dr's:
Bartusch -  Buhlig - Bug Wetzstein - Burgmayer
Feldbauer – Hermann – Hartung – Katschinsky – Kroner (HNO)
Linnemann – Reitz – Schedler - Schübel – Klemt – Willsch - Wipp


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Ein Patientenbrief

Sehr geehrte Mitpatientin, sehr geehrter Mitpatient,

nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie die nachfolgenden Zeilen.

Sie haben sich zum Arzt Ihrer Wahl begeben, da Sie ärztliche Hilfe brauchen, um eine Erkrankung zu erkennen, behandeln zu lassen, oder eine Verschlimmerung Ihrer Erkankung zu vermeiden. Wir Patienten erwarten von dem Arzt unserer Wahl, dass er seine Arbeitskraft, sein Können, seine med. technischen Geräte, sein Mitarbeiterteam und viele andere Dinge einsetzt, um uns zu helfen. Betrachten wir es doch grob umrissen als Dienstleistung, die wir in Anspruch nehmen müssen. Bisher konnten wir davon ausgehen, dass über unsere Krankenkassenbeiträge der Arztbesuch finanziell abgesichert war. Das hat sich nun nach der Gesundheitsreform zu Lasten von uns Patienten und der von uns aufgesuchten Arzte sehr stark verändert.
41 Euro erhält Ihr Arzt im Quartal für Ihre Behandlung. Jeder von uns weiß, wie schnell das aufdiktierte
Limit von 41 € erreicht ist. Wer regelmäßig, auf Grund seiner Erkrankung zum Arzt geht, dem kann es passieren, dass er darauf hingewiesen wird, dass der für ihn im Quartal vorgesehene Betrag bereits nach ein paar Wochen erschöpft ist. Es ist doch ein Skandal, wie unsere Regierung, die von uns eingezahlten Krankenversicherungsbeiträge umverteilt hat Es kann und darf nicht sein, dass für die Versorgung und ärztliche Hilfe dieser Minibetrag ausgehandelt wurde.

Wir Patienten wissen, dass unsere Gesundheit ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensqualität ist. Darum richten wir unsere berechtigte Forderung an die verantwortlichen Entscheidungsträger, für eine Änderung der Vergütung unserer Ärzte zu sorgen. Wenn wir Patienten einen Arzt unseres Vertrauens aufsuchen, wollen wir nicht als Bittsteller dastehen. Wir erwarten eine Dienstleistung. Dem behandelnden Arzt muss für die zu behandelnde Krankheit des Patienten eine angemesseneZeit erlaubt sein. Außerdem müssen ihm die dadurch entstandenen Kosten leistungsgerecht nach Zeit und Umfang vergütet werden (vergleichen Sie doch einmal den Stundenlohn, den ein Handwerker uns für seine Dienstleistung berechnet, mit dem Pauschalbetrag von 41 € im Quartal, den der behandelnde Hausarzt erhält).

Macht, eine Änderung herbeizuführen, hätten wir als Patienten, wenn wir zusammenhalten, genug. Lassen wir es doch auf einen Versuch ankommen. Dieses Handeln kostet uns keinen Cent und tut nicht weh. Es stehen in diesem Jahr einige Wahlen an (Bundestag und einige Landtagswahlen). Das könnte unsere Waffe zum Andern dieser ungerechten Wertschätzung unserer Gesundheit sein. Gehen Sie wählen. Achten Sie aber darauf, wem Sie Ihre Stimme geben. Wählen Sie nicht die Logo's der Parteien. Denn diese kann man mit Mogelpackungen vergleichen. Es ist nicht immer drin was draufsteht ( "S" für sozial und "C" für christlich).

Tragen Sie sich in die hier ausgelegten Listen ein. Diese Listen werden an alle Parteien, Landesparlamente und an den Bundestag gesandt. Wir verlangen, dass unsere Krankenversicherungsbeiträge, auch für den vorgesehenen Zweck, anteilmäßig gerecht verteilt werden. Dabei ist zuerst der Anspruch des Patienten auf eine umfassende, der Krankheit erforderlichen Gesundheitsversorgung zu achten.

Wir Patienten erwarten eine Anderung der Aufteilung unserer Krankenkassenbeiträge noch vor der Wahl. Mit Wahlversprechen, geben wir uns nicht mehr zufrieden. Den Bankencrash haben wir (auch durch unsere Volksvertreter mitverschuldet) bereits hinter uns. Den Wahlcrash haben unsere Volksvertreter vielleicht noch vor sich. Das kleine Wahlkreuz können wir legitim einsetzen. um unsere Ansprüche durchzusetzen.Da genügt kein Achselzucken. Tragen Sie sich bitte in die Liste ein. Es lohnt sich für alle Patienten.

Danke fürs Mitmachen.

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